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Johannesschule, Städt. Gemeinschaftshauptschule Willich Entwicklung unserer Schule zur Europaschule Die Johannesschule ist die Willicher Städt. Gemeinschaftshauptschule im Ganztagsbetrieb mit 550 Schülerinnen und Schülern aus vier Ortsteilen. 1991 feierte die Schule ihr 40-jähriges Bestehen u.a. mit einem internationalen Radrennen für Schülerinnen und Schüler. Das war der Anstoß für die Entwicklung internationaler Zusammenarbeit mit anderen Schulen und Vertiefung des Verständnisses für die Europäische Union. Heute sieht sich die Schule als Schule in Willich, in NRW, in Deutschland, in Europa. Dieses im Schulprogramm verankerte Selbstverständnis wird deutlich in der Arbeit nach innen und nach außen. Schülerinnen und Schüler aus 32 Nationen werden an der Johannesschule unterrichtet und der Migrationshintergrund prägt deutlich das Schulleben. International „nach innen“ wirkt hier die Fördergruppe, die zum einen intensive Sprachförderungen leistet und zugleich aber auch Schüler/innen mit Leistungsdefiziten aus den Klassen 5 – 10 hilft. In jeweils ca 30 Wochenstunden unterrichten hier 1 Lehrerin, eine Sozialpädagogin und ein FSJ-ler. Über den schulischen Rahmen hinaus werden hier auch integrative Freizeitangebote gemacht ( Ferienfreizeit u.ä. / s. Fahrten nach Schloss Dankern) International „ nach außen“ gibt es eine breite Angebotspalette: An unserer Schule gibt es im Rahmen des WPU eine Sokratesgruppe (z.Zt. 22 Schülerinnen und Schüler / 2 Wochenstunden). Diese Gruppe organisiert die Arbeit zum Gedanken „Europa“ an der Johannesschule (Teilprojekte werden u.a. von einzelnen Klassen geleistet), wie die Zusammenarbeit mit unseren Partnern in Europa. Ferner organisiert die Gruppe jährlich einen Europatag bzw. Europawoche als Projektwoche und leistet die Öffentlichkeitsarbeit ( Info an SV, Eltern, Presse, Schulkonferenz, Tag der offenen Tür, singuläre Veranstaltungen). Vor allem auf Öffentlichkeitsarbeit wird gesteigerter Wert gelegt, da dadurch nicht nur das Image der Schule und das Selbstbewusstsein der Schulgemeinschaft positiv beeinflusst werden, sondern auch ständige Evaluation erfolgt und außerschulische Partner sich mit in das Schulleben einbringen. Die Gruppe arbeitet grundsätzlich bilingual (deutsch/englisch) da wir uns mit unseren Partnern (Finnland, Ungarn, Lettland, Slowakei und Niederlande) auf diese Sprache bezüglich der gemeinsamen Projekte geeinigt haben. Im Bereich Schulpartnerschaft bemühen wir uns bilateral um die Vermittlung von sprachlichen Grundkenntnissen. Seitens des Kollegiums gibt es eine Steuergruppe „Johannesschule international“ mit ca. 15 Kolegen/innen, die sich in einem Rhythmus von ca. 6 Wochen jeweils für 1- 2 Stunden trifft. Steuergruppe und Sokratesgruppe arbeiten eng zusammen und informieren gemeinsam regelmäßig die bereits genannten weiteren Gremien der Schule und die Öffentlichkeit. Entsprechende Rückmeldungen und Anregungen garantieren so eine kontinuierliche intensive Evaluation. Seit 1991 gibt es intensive Kontakte mit dem Turun Lyseo in Turku/ Finnland. Kulturaustausche, gegenseitige Besuche, Kontakte über das Internet sind einige Beispiele. Mit dem Smiltene Gymnasium gibt es seit 1999 eine vertragliche Schulpartnerschaft. An den jährlichen Austauschen nehmen von jeder Schule ca. 30 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 6 - 10 teil. Dieser Klassenübergreifende Austausch hat sich seit Jahren bewährt und beeinflusst in besonderem Maß das soziale Verhalten unserer Schülerinnen und Schüler. Zur Vorbereitung auf den Austausch finden für die teilnehmenden Schüler im Nachmittagsangebot Sprachkurse lettisch jeweils mit einer Wochenstunde für ein halbes Schuljahr statt. Besonderer Wert wird bei jedem Austausch auf gemeinsamen Unterricht ( ca. 30 Wochenstunden) gelegt. Themenbeispiele der Vergangenheit sind: Spuren deines Landes in meinem Land, Untersuchungen zum Thema Freizeitverhalten, gemeinsamer Sprachunterricht „Deutsch in Lettland und lettisch in Deutschland“, u.v.m Seit 2006 besteht ebenfalls eine vertragliche Schulpartnerschaft mit der Schule Nadorvarösi in Györ / Ungarn. Auch hier nehmen jährlich ca. 30 Schüler/innen an dem Austausch teil, im Sprachkurs „Grundlagen Ungarisch“ ( 1 Wochenstunde / halbes Schuljahr) werden die Schüler vorbereitet. Besonderheit hierbei: Gemeinsamer Sportunterricht und Methodenaustausch. Im Schuljahr 2009/10 konnten wir einen Sprachkurs „Spanisch“ anbieten, der auch gern angenommen wurde. Teilnahme am Programm der EU „Lebenslanges Lernen“ / Sokrates.COMENIUS Von 2001 bis 2004 war die Johannesschule projektleitende Schule in dem Projekt: „Our towns go to Europe“ beteiligt: Smiltene / Lettland, Turku / Finnland , Doorn / Niederlande Von 2005 bis 2008 war die Johannesschule projektleitende Schule in dem Projekt „ Here we are! So we are” beteiligt: Györ/Ungarn, Turku / Finnland Im September 2008 wurde die Arbeit der Johannesschule als projektleitende Schule vom PAD bei der KMK mit „sehr gut“ beurteilt. Im Sommer 2009 soll das 3. Sokrates.COMENIUS-Projekt „Unsere Natur – unsre Zukunft“ unter Beteiligung von Smiltene/Lv, Györ/Hu, ZS Armina Dunajska Streda/Slowakei und der Johannesschule als projektleitende Schule starten. Der Projektleiter unserer Schule hat im Jahr 1999 am Europalehrerseminar teilgenommen. Im Jahr 2000 erwarb er in Naxos/ Griechenland das Zertifikat „GIS and Electronis Communication Networks as instruments for Enviromental Education“ 2005 erwarb er das Zertifikat im Kurs: Sensibilisierungstraining über Migration, Rassismus, Kultur und „Diversity“ in Borganes / Island ( ICI –Inter-Cultural-Iceland ) Die Kontakte von Schülern und Eltern zu den Partnerschulen haben sich inzwischen verselbständigt. So gibt es inzwischen eine Vielzahl von Besuchen in den Ferien. Hierbei war und ist sicher förderlich, dass unsere Schüler und oft auch Lehrer bei den Austauschen vor Ort in Gastgeberfamilien wohnen. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass ein intensives Kennen lernen des Alltags möglich wird. Insgesamt kommen so ca. 200 – 300 Schüler/innen unserer Schule in den Kontakt mit Europa. Breitenwirkung wird natürlich mit Aktionen wie der Europawoche ( 650 Schüler/innen aus 4 Nationen erleben eine Woche gemeinsamen Unterricht und besuchen Brüssel- s.Präsentation) und durch Beteiligung außerschulischer Gruppen ( Chöre, Kulturvereine, Sportvereine u.s.w ) erreicht. In 35 verschiedenen Projekten arbeiteten die Johannesschülern mit jeweils 20 Schülern/innen aus Finnland, Lettland und Ungarn klassenübergreifend zusammen. Das Kollegium wurde von insgesamt 10 Kollegen/innen aus den genannten Ländern verstärkt. Was in der Planung zunächst als „undurchführbar“ aussah, erwies sich als ein excellente Woche, die Samstags in einem Europafest offen für alle Bürger/innen der Stadt endete. Der Besuch von Botschaftern und Konsulen war für alle positive Anerkennung unserer Arbeit für ein gemeinsames Europa. Die gute Zusammenarbeit mit den Gremien und Gruppierungen unserer Schule ( SV, Lk, Schuko, Schulpflegschaft, Förderverein, Stadtverwaltung) ermöglicht erst diese Europaarbeit unserer Schule. Häufig nehmen Eltern als Betreuer am Schüleraustausch teil. Erfreulich ist weiterhin, dass die Johannesschule am Zustandekommen eines Städtefreundschaftsvertrages zwischen Willich (De) und Smiltene (Lv) im Jahr 2002 entscheidend beteiligt war. Singulär haben bereits Schüler/innen in den Ferien Praktika im Partnerland abgeleistet. Nachdem bekannt war, das auch das normale Praktikum im Partnerland ableistet werden kann, hat die Johannesschule mit der Partnerschule Smiltene Gymnasium, der Stadt Smiltene und dem Deutsch-Lettischen Freundeskreis e.V. am 22.9.2008 einen Kooperationsvertrag geschlossen (s.Anlage) im Januar 2009 werden drei Schülerinnen Ihr Praktikum im Kindergarten in Smiltene bzw. bei der Stadtverwaltung Smiltene ableisten. Vor Ort werden die Schülerinnen von deutsch sprechenden Mitarbeitern zusätzlich betreut. Gezielte Sprachförderung vor und während des Praktikums helfen so die interkulturellen und fremdsprachlichen Kompetenzen zu erweitern. |